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Laufwerke, Dateien und Fragmentierung

Ein physischer Datenträger kann mehrere Volumes enthalten, beispielsweise C: und D:. O&O Defrag arbeitet in der Regel mit diesen Windows-Volumes. Zwei Laufwerksbuchstaben können daher dieselbe physische Hardware nutzen.

Fragmentierung von Dateien und freiem Speicherplatz​

Windows speichert Dateidaten in Zuordnungseinheiten, den sogenannten Clustern. Belegt eine Datei mehrere getrennte Bereiche, ist sie fragmentiert. Ein Fragment ist ein zusammenhängender Bereich der gespeicherten Daten dieser Datei.

Auch freier Speicherplatz kann auf viele Bereiche verteilt sein. Das Zusammenführen von Dateifragmenten und das Zusammenfassen freien Speicherplatzes verfolgen unterschiedliche Ziele. Wählen Sie die Methode nach dem gewünschten Ergebnis.

Durch das Löschen einer Datei wird Kapazität frei. Die Defragmentierung ändert ihre Anordnung und erhöht normalerweise nicht den freien Speicherplatz. Bereinigung und Optimierung lösen unterschiedliche Probleme.

Wie Fragmentierung entsteht​

  1. Windows legt die Dateien A, B und C in verfügbaren Bereichen des Volumes an.
  2. Durch das Löschen von B entsteht eine Lücke zwischen den anderen Dateien.
  3. Wächst A, reicht der angrenzende Platz möglicherweise nicht aus. Windows kann die zusätzlichen Daten in einem anderen freien Bereich ablegen. Dadurch erhält A ein weiteres Fragment.

Werden Dateien immer wieder angelegt, vergrößert und gelöscht, können sowohl Dateien als auch freier Speicher aufgeteilt werden. Fragmentierung ist eine normale Folge der Dateinutzung und bedeutet nicht, dass die Inhalte beschädigt sind.

Drei Anordnungen: fragmentierte Dateien, zusammengeführte Dateien mit verteiltem freien Speicher und zusammengefasster freier Speicher

In diesem separaten Beispiel bestehen A und B zunächst aus je zwei Fragmenten. Die zweite Zeile führt diese zusammen, lässt aber zwei freie Bereiche bestehen. Die dritte fasst auch den freien Speicher zusammen. Jede Zeile enthält dieselben sechs belegten und sechs freien Einheiten. Die Grafik zeigt vereinfachte logische Anordnungen, keine physischen SSD-Speicherzellen.

Dateioptimierung und das Zusammenfassen freien Speichers können somit unterschiedliche Ergebnisse liefern. Eine abgeschlossene Dateioptimierung hinterlässt nicht zwingend einen einzigen großen freien Bereich. Vergleichen Sie SOLID und SOLID/Complete je nach Ziel.

HDDs und SSDs​

Eine HDD erreicht Daten durch mechanische Bewegungen. Die Dateianordnung und zusätzliche Suchbewegungen können ihre Leistung beeinflussen. Eine SSD besitzt keinen Lesekopf. Das Sortieren von Dateien nach Name oder Datum bietet deshalb nicht denselben Nutzen und kann zusätzliche Schreibvorgänge verursachen.

O&O Defrag erkennt den Medientyp und berücksichtigt ihn bei seinen Empfehlungen. Meldet ein Controller oder Gehäuse den falschen Typ, korrigieren Sie dies unter Laufwerkserkennung, bevor Sie eine Methode auswählen.

Fragmentierungsstatistik​

Betrachten Sie den Fragmentierungsprozentsatz zusammen mit Analysedatum, Dateiinformationen und Empfehlung. Er gibt weder den Anteil verschwendeter Rechenzeit an noch ist er eine Geschwindigkeitsmessung.

Je nach Einstellungen und Produktversion kann Fragmentierung unterschiedlich gezählt werden. Insbesondere kann die ROI-Option für die Anzeige Fragmentierung ausblenden, die SOLID absichtlich unverändert lässt. Vergleichen Sie Ergebnisse derselben Version mit denselben Einstellungen.

Warum Dateien fragmentiert bleiben können​

Manche Dateien sind gesperrt, durch Regeln ausgeschlossen, Bestandteil der Dateisystemmetadaten, zu groß für den verfügbaren Arbeitsbereich oder unterhalb der ROI-Nutzenschwelle. Auch der normale Windows-Betrieb kann Dateien nach einer Optimierung erneut fragmentieren.

Der FileInspector hilft, diese Fälle zu unterscheiden. Vergleichen Sie seine Dateidetails mit dem Bericht des Durchlaufs: Prüfen Sie Ausschlüsse und den ROI-Faktor, bevor Sie Einstellungen ändern, und schaffen Sie freien Arbeitsbereich, wenn dieser fehlt. Eine übersprungene Datei bedeutet für sich genommen nicht, dass der gesamte Durchlauf fehlgeschlagen ist. Die Boot-Time-Optimierung bietet eine separate Umgebung für geeignete Dateien, die sich im laufenden Windows nicht verschieben lassen.

Speichersysteme und virtuelle Laufwerke​

Bei RAID, virtuellen Datenträgern und gemeinsam genutztem Speicher stellt Windows möglicherweise ein logisches Volume bereit, während der Speichercontroller die physische Anordnung verwaltet. Laufwerkserkennung und unterstützte Aktionen hängen von dieser Kombination ab. Stimmen Sie geplante Aufgaben mit Datensicherungen und anderen Wartungsarbeiten am Speicher ab, insbesondere wenn mehrere Volumes denselben physischen Datenträger nutzen.

Freier Arbeitsbereich​

Die Optimierung benötigt Platz, um Daten zu verschieben. Lassen Sie genügend Arbeitsbereich für die zu optimierenden Dateien frei. Dateigrößen und die größten zusammenhängenden freien Bereiche beeinflussen, welche Dateien verschoben werden können und wie viele Durchläufe erforderlich sind.

Bleiben große Dateien fragmentiert, prüfen Sie freien Speicherplatz und Dateiregeln, bevor Sie einen vollständigen Durchlauf wiederholen. Eine Bereinigung schafft Kapazität; die Optimierung ändert normalerweise die Anordnung, ohne Kapazität freizugeben.

Beispielsweise bieten 12 GB freier Speicher in sechs getrennten Bereichen zu je 2 GB keinen einzelnen 8-GB-Zielbereich für eine 8 GB große Datei. Möglicherweise müssen zunächst andere Dateien verschoben werden oder mehrere Durchläufe stattfinden. Ein Prozentwert allein zeigt nicht, ob die vorhandene Anordnung geeignet ist.

Prüfen Sie die gesamte freie Kapazität in der Laufwerksübersicht und die Dateianordnung in ClusterView. Ist der Platz knapp, löschen oder verschieben Sie nach Prüfung nicht mehr benötigte Daten. Wiederholen Sie vollständige Optimierungen nicht allein, um den Fragmentierungswert auf null zu bringen.

Schattenkopien​

Das Verschieben von Daten kann bei verwendeten Schattenkopien den Speicherbedarf durch Copy-on-Write erhöhen. Prüfen Sie vor einer umfangreichen Umordnung den freien Speicher und die Aufbewahrung von Snapshots. Das Deaktivieren des Computerschutzes kann Wiederherstellungspunkte entfernen und ist keine übliche Voraussetzung für die Optimierung. Stimmen Sie Wartungsarbeiten mit der geltenden Sicherungsstrategie ab.