Leistungsdiagramme
O&O DeskInfo zeigt nicht nur aktuelle Werte — es führt einen Verlauf und zeichnet ihn als Diagramm. Damit werden Lastmuster sichtbar, die eine einzelne Zahl niemals verrät: ein Prozessor, der alle paar Sekunden Spitzen erreicht, ein Speicherleck, das langsam den Arbeitsspeicher auffrisst, oder ein Backup-Auftrag, der das Netzwerk auslastet.
Was gemessen wird
Vier Messwerte werden fortlaufend aufgezeichnet:
| Messwert | Einheit | Hinweise |
|---|---|---|
| CPU-Auslastung | % | Auslastung über alle Kerne. |
| RAM-Verfügbarkeit | Byte | Verfügbarer (nicht belegter) Hauptspeicher. |
| GPU-Auslastung | % | Auslastung der aktivsten Grafik-Engine. |
| Netzwerkverkehr | Mb/s oder MB/s | Gesendet und empfangen, als zwei getrennte Diagramme. |
Jeder Messwert existiert als Zahlenzeile und als Diagramm, und beide lassen sich gemeinsam oder getrennt anzeigen. Die Schlüssel finden Sie unter Systeminformationen.
Zahlenwerte mit Minimum, Maximum und Durchschnitt
Die Zahlenzeilen zeigen den aktuellen Wert sowie die Extremwerte seit dem Start der Anwendung:
- ▼ kennzeichnet das Minimum,
- ▲ kennzeichnet das Maximum,
- Ø kennzeichnet den Durchschnitt.
Der Durchschnitt erscheint erst, wenn genügend Messwerte gesammelt wurden, damit er in den ersten Sekunden nicht springt. Die Schwelle liegt standardmäßig bei 32 Messwerten und lässt sich mit PerformanceAverageMinSampleCount ändern.
Die Diagramme
Jedes Diagramm zeichnet eine laufende Zeitachse, die sich von rechts nach links bewegt; der neueste Messwert steht rechts.
- Dynamische Skalierung. Netzwerkdiagramme skalieren sich auf den größten Wert im sichtbaren Verlauf. Verkehrsmuster bleiben damit sichtbar, ob Sie Kilobyte oder Gigabyte pro Sekunde übertragen.
- Skalenanzeige. Das aktuelle Maximum des sichtbaren Bereichs steht in der oberen rechten Ecke des Diagramms, zum Beispiel
125 MB/s. - Bezugslinie. Eine gestrichelte waagerechte Linie bei 50 % Höhe gibt dem Auge einen Anhaltspunkt.
- Kurzinfos. Im Einschubfenster-Modus zeigt der Mauszeiger über einem Diagramm aktuelle, minimale, maximale und durchschnittliche Werte mit formatierten Einheiten.
- Unterscheidbare Farben. Jeder Messwert verwendet seine eigene Farbe, damit übereinanderliegende Diagramme unterscheidbar bleiben.
Diagramme ein- und ausschalten
Verwenden Sie Diagramme anzeigen im Kontextmenü:
| Eintrag | Wirkung |
|---|---|
| CPU-Auslastungsdiagramm | Zeigt oder verbirgt das CPU-Verlaufsdiagramm. |
| RAM-Auslastungsdiagramm | Zeigt oder verbirgt das RAM-Verlaufsdiagramm. |
| GPU-Auslastungsdiagramm | Zeigt oder verbirgt das GPU-Verlaufsdiagramm. |
| Netzwerkverkehrsdiagramme | Zeigt oder verbirgt beide Netzwerkdiagramme (gesendet und empfangen). |
| Netzwerkverkehr in Mb/s | Schaltet die Einheit zwischen Megabit pro Sekunde (aktiviert, Voreinstellung) und Byte pro Sekunde um. |
Diese Schalter wirken als Filter über Ihrem Profil: Ein Diagramm wird nur gezeichnet, wenn das Profil es enthält und der zugehörige Schalter aktiv ist. So können Sie ein Profil mit allen Diagrammen behalten und einzelne zeitweise abschalten, ohne das Profil zu bearbeiten.
Die zugehörigen Einstellungen in der Konfigurationsdatei sind ShowCPUGraph, ShowRAMGraph, ShowGPUGraph, ShowNetworkGraph und ShowNetworkTrafficInBitsPerSecond.
Diagrammgrößen
Config fileDie Größe der Diagramme lässt sich nur in der Konfigurationsdatei ändern:
<Settings>
<PerformanceGraphHeight>48</PerformanceGraphHeight>
<PerformanceGraphMinWidth>200</PerformanceGraphMinWidth>
</Settings>
PerformanceGraphHeight— Höhe jedes Diagramms in Pixel (Voreinstellung 48). Höhere Diagramme machen kleine Schwankungen besser erkennbar.PerformanceGraphMinWidth— Mindestbreite in Pixel (Voreinstellung 200). Diagramme wachsen darüber hinaus, um die verfügbare Spaltenbreite auszufüllen.
Beachten Sie, dass die Diagrammhöhe auch den Spaltenausgleich beeinflusst: Ein höheres Diagramm bringt mehr Gewicht mit und zieht deshalb weniger andere Zeilen in seine Spalte.
Das Infobereich-Symbol
Das Infobereich-Symbol ist selbst ein Diagramm. Es zeichnet fortlaufend die zuletzt gemessene CPU-Auslastung, sodass Sie eine Lastanzeige in der Taskleiste haben, auch wenn der Desktop von Anwendungsfenstern verdeckt ist.
Der Mauszeiger über dem Symbol zeigt eine Kurzinfo mit den aktuellen CPU-, RAM- und Netzwerkwerten. Ein Doppelklick öffnet den Windows-Task-Manager — das lässt sich über Task-Manager durch Doppelklick starten im Kontextmenü abschalten.
Aktualisierungsgeschwindigkeit
Aktualisierungsgeschwindigkeit im Kontextmenü legt fest, wie oft die Werte erneuert werden. Die Einstellung wirkt gleichzeitig auf drei verschiedene Intervalle:
| Einstellung | Informationsanzeige | Laufwerksaktivität | CPU-/RAM-Indikatoren |
|---|---|---|---|
| Schnell | alle 1 s | alle 1 s | alle 2 s |
| Normal (Voreinstellung) | alle 5 s | alle 2 s | alle 10 s |
| Langsam | alle 10 s | alle 5 s | alle 20 s |
Schnellere Aktualisierungen bedeuten glattere Diagramme und eine geringfügig höhere CPU-Last; langsamere sind schonender für Geräte im Akkubetrieb. Jeder andere Wert in Sekunden lässt sich mit UpdateSpeed setzen; das Menü zeigt dann den Eintrag Benutzerdefiniert.
Länge des Verlaufs
Config fileO&O DeskInfo behält standardmäßig bis zu 1024 Messwerte pro Messgröße — bei üblichen Aktualisierungsintervallen entspricht das etwa 17 bis 34 Minuten Verlauf, also erheblich mehr als die sichtbare Breite eines Diagramms. Diese zusätzlichen Messwerte machen Minimum, Maximum und Durchschnitt aussagekräftig.
<Settings>
<MaxHistoryItems>1024</MaxHistoryItems>
<PerformanceAverageMinSampleCount>32</PerformanceAverageMinSampleCount>
</Settings>
Erhöhen Sie MaxHistoryItems, wenn Sie Extremwerte über einen längeren Zeitraum sehen möchten; verringern Sie den Wert, um Arbeitsspeicher zu sparen.
Standby und Ruhezustand
Wenn Windows das System schlafen legt, werden alle Zeitgeber und Leistungsindikatoren angehalten. Beim Aufwachen werden sie neu gestartet und die Anzeige aktualisiert. So werden die Diagramme nicht durch eine große Lücke verzerrt und die Minimal- und Maximalwerte bleiben über einen Standby-Zyklus hinweg aussagekräftig.
Effizienzmodus
Effizienzmodus verwenden im Kontextmenü (standardmäßig aktiv) bittet Windows, O&O DeskInfo als Hintergrundprozess zu behandeln: niedrigere Thread-Priorität und, auf geeigneter Hardware, Ausführung auf Effizienzkernen. Das senkt den Energiebedarf der Überwachung messbar. Der Eintrag wird auf Windows-Versionen ausgeblendet, die den Effizienzmodus nicht unterstützen.