Verteilung im Unternehmen
O&O DeskInfo wurde mit IT-Abteilungen im Blick entwickelt. Es benötigt keine Installation, keine Administratorrechte und keinen Dienst, und jede Einstellung steht in einer lesbaren XML-Datei. Diese Kombination macht die Verteilung ungewöhnlich einfach — und, wenn Sie möchten, auch die Sperrung.
Und weil O&O DeskInfo Freeware ist, gibt es keine Lizenzverwaltung: Sie dürfen es auf beliebig vielen Arbeitsplätzen einsetzen, auch in kommerziellen Umgebungen.
Die Verteilung in drei Schritten
1. Eine Konfiguration vorbereiten
Richten Sie O&O DeskInfo auf einem Rechner genau so ein, wie Ihre Benutzer es sehen sollen: Profil, Position, Schriftgröße, Help-Desk-Nachricht. Beenden Sie die Anwendung dann und nehmen Sie die entstandene OODeskInfo.cfg aus %LocalAppData%\OO Software\OO DeskInfo\ als Ihre Vorlage.
Bevor Sie sie verteilen, entfernen Sie die Werte, die nur für diesen einen Rechner gelten — siehe Von der Anwendung verwaltete Werte — und ergänzen Sie die unten beschriebenen Verteilungseinstellungen.
2. Die Dateien verteilen
Kopieren Sie OODeskInfo.exe und Ihre OODeskInfo.cfg in denselben Ordner auf dem Client, zum Beispiel C:\Program Files\OODeskInfo\. Da eine Konfigurationsdatei neben der ausführbaren Datei immer Vorrang hat, ist keine benutzerbezogene Einrichtung nötig und jeder Benutzer des Rechners erhält dieselbe Konfiguration.
Alternativ halten Sie die Konfiguration auf einer Freigabe vor und richten die Clients mit dem Parameter /cfg darauf aus.
3. Automatisch starten lassen
Setzen Sie SetAutoRun in der Konfigurationsdatei auf true. O&O DeskInfo legt den Autostart-Eintrag für den aktuellen Benutzer dann beim ersten Start ohne Rückfrage an. Mit false wird der Eintrag wieder entfernt — praktisch für eine saubere Deinstallation.
<Settings>
<SetAutoRun>true</SetAutoRun>
</Settings>
Eine Nachricht für Ihre Benutzer
Die nützlichste Einstellung für einen Help Desk ist InfoMessage. Sie setzt eine Zeile Ihres eigenen Textes über die Systeminformationen, dauerhaft sichtbar auf jedem Desktop:
<Settings>
<InfoMessage>IT Help Desk: helpdesk@example.com | Telefon: +49 30 1234-5678</InfoMessage>
</Settings>
Benutzer müssen nicht mehr nachsehen, wen sie anrufen sollen — und wenn sie anrufen, können sie Rechnername und Windows-Build direkt vom Bildschirm ablesen oder Ihnen mit Info in Zwischenablage kopieren alles auf einmal schicken.
Die Nachricht wird angezeigt, solange das aktive Profil den Schlüssel InfoMessage enthält. Bei allen vorbereiteten Profilen steht er an erster Stelle.
Die Bedienoberfläche sperren
Zwei Einstellungen legen fest, wie viel der Benutzer ändern darf.
IsRestricted
<Settings>
<IsRestricted>true</IsRestricted>
</Settings>
Steht IsRestricted auf true, läuft O&O DeskInfo im Nur-Lesen-Modus:
- die Konfigurationsdatei wird niemals geschrieben, Ihre Verteilung kann also nicht verändert werden — auch nicht versehentlich,
- das Kontextmenü wird nicht angezeigt.
Das ist die richtige Wahl für Kiosksysteme, Schulungsrechner, Produktionsterminals und jeden Rechner, auf dem die Anzeige genau so bleiben muss, wie Sie sie definiert haben.
TrayMenu
Wenn Sie einen Mittelweg möchten, steuert TrayMenu das Infobereich-Symbol und sein Menü getrennt:
| Wert | Infobereich-Symbol | Menü | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
Full | sichtbar | vollständig | Normalbetrieb (Voreinstellung) |
ExitOnly | sichtbar | nur Beenden | Benutzer dürfen die Anzeige schließen, aber nichts ändern |
HideMenu | sichtbar | keines | Symbol als CPU-Anzeige, keine Einstellungen |
HideAll | ausgeblendet | keines | Vollständig unsichtbar außer der Desktop-Anzeige |
<Settings>
<TrayMenu>ExitOnly</TrayMenu>
</Settings>
HideAll lässt dem Benutzer keine Möglichkeit mehr, mit O&O DeskInfo zu interagieren. Stellen Sie sicher, dass Sie den Prozess anderweitig beenden können — etwa mit einem Skript, das OODeskInfo.exe beendet —, bevor Sie diese Einstellung verteilen.
Den Willkommens-Assistenten überspringen
Setzen Sie ShowWelcome auf false, damit Benutzer den Assistenten beim ersten Start nie sehen:
<Settings>
<ShowWelcome>false</ShowWelcome>
</Settings>
Ein Profil für Supportfälle
Für die Help-Desk-Arbeit ist ein Profil, das sich auf Identifikation und Netzwerkdaten konzentriert, meist besser als eines, das alles zeigt. Dieses hier stellt die Identität des Rechners in die erste Spalte, das Netzwerk in die zweite und Laufwerke samt Auslastung in die dritte:
<Settings>
<SelectedProfile>Custom</SelectedProfile>
<CustomProfile>
<Name>Custom</Name>
<DisplayName>Support</DisplayName>
<ShowLabels>true</ShowLabels>
<Keys>
<Item>InfoMessage</Item>
<Item>-</Item>
<Item>UserAndMachine</Item>
<Item>-</Item>
<Item>OS</Item>
<Item>-</Item>
<Item>Hardware</Item>
<Item>-</Item>
<Item>NetworkBasic</Item>
<Item>-</Item>
<Item>NetworkAdvanced</Item>
<Item>-</Item>
<Item>LocalDrives</Item>
<Item>-</Item>
<Item>NetworkDrives</Item>
<Item>-</Item>
<Item>Performance</Item>
</Keys>
<ColumnAssignments>InfoMessage:0;UserAndMachine:0;OS:0;Hardware:0;NetworkBasic:1;NetworkAdvanced:1;LocalDrives:2;NetworkDrives:2;Performance:2</ColumnAssignments>
</CustomProfile>
</Settings>
Hardware liefert Hersteller, Modell und Seriennummer — die Werte, auf denen Ihre Bestandsverwaltung und Ihr Hardware-Supportvertrag beruhen. Alle Schlüssel sind unter Systeminformationen aufgeführt.
Nehmen Sie OSProductKey und OSOEMProductKey nicht in ein verteiltes Profil auf. Ein dauerhaft auf dem Desktop sichtbarer Windows-Produktschlüssel ist ein Sicherheitsrisiko, besonders bei Bildschirmübertragungen und Fernwartungssitzungen. Benutzer, die den Schlüssel brauchen, können ihn bei Bedarf über Windows-Produktschlüssel anzeigen im Kontextmenü abrufen.
Empfehlungen für verwaltete Umgebungen
| Situation | Empfohlene Einstellungen |
|---|---|
| Büroarbeitsplätze | InfoMessage, SetAutoRun=true, ShowWelcome=false, TrayMenu=Full — Benutzer behalten die volle Kontrolle über das Erscheinungsbild. |
| Kiosk / Schulung / Produktion | Zusätzlich IsRestricted=true und TrayMenu=HideMenu oder HideAll. |
| Notebooks | UpdateSpeed=10 und UseEfficiencyMode=true, um den Energiebedarf zu minimieren. |
| Terminalserver / VDI | ShowGPUGraph=false (viele Sitzungen liefern ohnehin keine GPU-Daten) und ShowOnAllMonitors=false. |
| Serverkonsolen | Profil Minimum oder ein eigenes Profil mit UserAndMachine, OS, SystemStatus und LocalDrives. |
Deinstallation
O&O DeskInfo ist portabel, es gibt also im üblichen Sinne nichts zu deinstallieren:
- Beenden Sie die Anwendung (oder den Prozess
OODeskInfo.exe). - Entfernen Sie den Autostart-Eintrag — entweder indem Sie
SetAutoRunauffalsesetzen und die Anwendung einmal starten, oder indem Sie den Wert unterHKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Runlöschen. - Löschen Sie den Programmordner.
- Löschen Sie optional
%LocalAppData%\OO Software\OO DeskInfo\, um Konfiguration und Protokolldateien zu entfernen.
Der nächste Schritt
Wenn Sie mehr als eine Handvoll Rechner betreuen, ist die zentrale Erfassung dieser Informationen meist der nächste Schritt. O&O Syspectr tut genau das: cloud-basierte Bestandsaufnahme, Überwachung und Alarmierung für alle Ihre PCs und Server aus einer Konsole — und für eine Anzahl von Rechnern kostenlos.
Zwei weitere kostenlose Tools, die gut zu einem Arbeitsplatz-Rollout passen:
- O&O ShutUp10++ — die Datenschutzeinstellungen von Windows 10 und 11 zentral steuern, mit Import und Export von Profilen.
- O&O AppBuster — vorinstallierte Windows-Apps und Bloatware aus Ihren Images entfernen.